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Der Amazonas Flussdelphin (Inia geoffrensis)
 
 
   

Der Amazonas Flussdelphin oder Boto ist der größte der Flussdelphine. Er wiegt bis zu 180 Kilogramm und ereicht eine Länge von bis zu 2. Metern. Die meisten erwachsenen Botos sind pinkfarben, auch wenn manche einen dunklen oder teilweise grauen Rücken haben. Auch wenn die Augen des Botos klein erscheinen, sie sind in Wirklichkeit nicht zurückentwickelt und der Boto kann gut sehen. Auf der anderen Seite verlässt er sich im trüben Amazonaswasser hauptsächlich auf sein Sonar mit einer Frequenz von bis zu 170 Kilohertz. Während er schwimmt bewegt er seinen Kopf von einer Seite auf die andere und sucht das vor ihm liegende Wasser mit Sonarwellen nach Hindernissen und Beute ab. Der lange Schnabel des Flussdelphins ist mit Sinneshaaren ausgestattet, die es ihm auch ermöglichen, im schlammigen Flussgrund nach Nahrung zu fühlen. Flussdelphine haben keine dreieckige Rückenfinne sondern einen flachen lang gezogenen Kamm. Lies mehr über das Leben der Flussdephine

Verbreitung:
Der Boto kommt in einem Grossteil des Amazonas und Orinoko-Flusssystems vor. Die Haupthindernisse für ihn sind die Stromschnellen in den oberen Flussläufen, sowie Wasserfälle. Im Orinoko (einschließlich der Zuflüsse Apure und Meta) sind die Stromschnellen von Puerto Ayacucho seine Verbreitungsgrenze. Im Amazonasbecken kommt er bis in Höhenlagen von 100 Metern vor. Er lebt auch im Oberlauf des Rio Madeira (oberhalb der Teotonio Stromschnellen) in Bolivien. Hier ist er, abgeschnitten vom Rest des Bestandes und auf den Fluss Mamoré und auf den Fluss Iténez (= Rio Guaporé) in der Höhenlage zwischen 100 und 300 Metern beschränkt.

Die Länder, in denen es Flussdelphine gibt, sind: Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ekuador, Guyana, Peru und Venezuela

Schutzstatus:
Der Amazonas Flussdelphin hat von den von ihm handelnden örtlichen Legenden profitiert. Die Menschen im Regenwald glauben noch heute, dass er übernatürliche Kräfte hat. Man glaubt, dass sich die Seelen ertrunkener Menschen in Flussdelphine verwandeln. Diese können sich in elegante junge Männer verwandeln und Frauen entführen. Die Angst vor der Rache der Delphine hat dazu geführt, dass sie nicht direkt bejagt wurden.

Gefährdung:

Die Internationales Naturschutzunion (IUCN) erklärte den Flussdelphin für gefährdet (Kriterium: A1cd) (IUCN 2004)

Der Boto ist gefährdet durch vom Menschen herbeigeführte Lebensraumveränderungen (Staudämme) und stirbt als ungewollter Beifang in Fischernetzen. Flussverschmutzung ist eine weitere Gefahrenquelle (Insektizide der Landwirtschaft, Industrie- und Minenabwässer, Abwässer der an den Flüssen liegenden Siedlungen. In Peru gibt es mehrere Berichte von zugezogenen Fischern, die Flussdelphine vergiften, weil sie sie als Nahrungskonkurrenten sehen. Eine der größten Gefahren ist aber wahrscheinlich die ständig zunehmende Überfischung der Regenwaldflüsse durch den Menschen. Als Folge dessen sind die Flussdelphinbestände dort am dichtesten wo kein oder wenig Fischfang stattfindet (zum Beispiel innerhalb des Pacaya Samiria Naturschutzgebietes in Peru). Lies mehr über die Bedrohung der Flussdelphine

Was macht Mundo Azul, um den Flussdelphin zu schützen?
Es gibt keinerlei aktuelle Bestandsschätzung für den Amazonas-Flussdelphin in Peru. Die letzten Zählungen wurden in den neunziger Jahren in und bei dem Pacaya Samiria Schutzgebiet durchgeführt. Es ist wenig wahrscheinlich, dass diese Zahlen heute noch aktuell sind. Aber wenn man nicht weiß, wie viele Delphine es wo gibt, kann man keine Schutzmassnahmen in Gang bringen.

Daher wird Mundo Azul in der Zukunft verschiedene Forschungsexpeditionen durchführen, die uns seine bessere Kenntnis über den Bedrohungsgrad der Delphine bringen werden, damit wir anschließend Schutzmassnahmen entwickeln und vorschlagen können. Diese Studien werden auch den Tucuxi (die zweite Flussdelphinart im Amazonas Perus, einschließen, Mit Hilfe der Foto-Identifizierung und Zählungen werden wir die Bestandssituation untersuchen. Um die Studien durchzuführen brauchen wir die Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Werde ein ehrenamtlicher Mitarbeiter von Mundo Azul und nimm teil an unseren Delphin-Forschungsreisen in den peruanischen Amazonas.



Lies mehr über das Leben der Botos

Lies mehr über die Gefährdung des Botos.

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