Sotalia fluviatilis ist im Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens aufgeführt, sowie in Anhang II der Konvention für Wanderarten. Die Internationale Naturschutzunion (IUCN) führt ihn als Art auf, für deren Einstufung nicht ausreichend Information vorliegt.
Das Forschungs-Subkomitee der Internationalen Walfangkommission (IWC) empfahl im Jahr 2000:
- Forschung durchzuführen, die der Bestandsschätzung dient und die Trends in der Entwicklung der lokalen Bestände aufzeigt.
- Forschung durchzuführen, die die Sterblichkeitsraten von Delphinen aufgrund unterschiedlicher Fischfangtechniken nachweist.
- Forschung durchzuführen, die die Verbreitungsgebiete der Art feststellt.
Direkter Fang:
Es gibt keine direkt auf Sotalias abzielende Fischerei oder Jagd. Entlang der brasilianischen Küsten gibt es Hinweise auf den Fang von Sotalias, um diese als Köder für Haie zu verwenden, aber das Ausmaß dieser Praxis ist unbekannt. Es scheint auch einen kleinen Markt für Delphinaugen und Penisse zu geben, die als Liebesgaben verwendet werden.
Beifang:
Moderne Fischfangtechniken habe das Risiko des Beifangs von Fluss- und Meeres-Sotalias stark vergrößert. Eine Studie von 34 Sotalias, die im Amazonas als Beifang verendeten wies nach, dass 74% in Treibnetzen gefangen worden waren.
Überfischung:
In vielen Amazonasflüssen haben die wachsende Bevölkerung und die effektiveren Fischfangtechniken bereits zur völligen Überfischung geführt. Die Verringerung des Nahrungsangebotes hat zum verschwinden der Delphine aus solchen Gebieten geführt. Mundo Azul plant die Dichte von Sotalias im Zusammenhang mit dem Fischreichtum der jeweiligen Gewässer zu erforschen, um den Nachweis zu führen, dass Überfischung heutzutage einer der größten gefahren für das Überleben der Delphine darstellt.
Lebensraumzerstörung:
Staudammprojekte stellen eine große Gefahr für Fluss-Sotalias dar. Sie zerschneiden den Lebensraum der Delphine und bedroht auch die Wanderungen der Fischarten, von denen sich die Sotalias ernähren. Die Wasserqualität in den Stauseen sinkt soweit ab, dass Lokales Aussterben von Fischen die Folge ist und das Nahrungsangebot für die Delphine weiter absinkt.
Wasserverschmutzung:
Umweltgifte reichern sich entlang der Nahrungskette an und können die Delphinbestände stark beeinträchtigen. Die weit verbreitete Nutzung von Insektiziden im Amazonasbecken, die ungeklärten Abwässer der Städte und Industrieanlagen entlang der Flüsse, Quecksilbervergiftung durch Goldabbau und Ölverschmutzung durch Schiffsverkehr stellen die Hauptprobleme dar.
Lies mehr über die Lebensweise der Sotalias.
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